SAMUEL & JULIEN LANG
Route des Rupettes 1, 1287 Laconnex
+41 79 252 91 74
Samuel & Julien LANG
Die 3 Hektaren Rebfläche von Samuel Lang liegen im charmanten Dorf Laconnex. Dort baut er Chasselas Premier Cru, Chardonnay und Sauvignon Blanc für die Weine von Philippe Chevrier sowie Viognier an. Bei den roten Rebsorten baut er Gamay, Pinot Noir, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Cabernet Jura und Marselan an, eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Grenache, die in Genf nur von zwei Winzern angebaut wird. Samuel bewirtschaftet einen landwirtschaftlichen Betrieb, der auch Ackerbau und etwas Obstbau umfasst.
Samuel Lang oder ein ereignisreiches Leben
Dieser Winzer ist eine Persönlichkeit voller Überraschungen. Tatsächlich hat er sein Leben zwischen Entwicklungshilfe und seinem Landwirtschafts- und Weinbaubetrieb aufgeteilt. Samuel gehört zu jenen Menschen, die uns das sanfte Gefühl vermitteln, mehrere Leben in einem einzigen gelebt zu haben. Nach einer Lehre als Elektro-Mechaniker besuchte er die Landwirtschaftsschule in Cernier und anschliessend die ESA in Zollikofen. Danach war er als Ingenieur (ETS) an der Landwirtschaftsschule Grange-Verney in Moudon tätig. Danach brach er auf, um gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern sechseinhalb Jahre lang an Entwicklungsprojekten in Äthiopien und Kamerun mitzuarbeiten. Nach seiner Rückkehr im Jahr 1984 übernahm er zusammen mit seinem Vater den Familienbetrieb und arbeitete gleichzeitig freiberuflich für Agenturen in Europa, stets im Bereich der Projektentwicklung in Zentralafrika und China.
Samuel hat sich stets besonders engagiert, vor allem in schwierigen Zeiten, wie beispielsweise 1992 während des Übergangs von Vin Union zu La Cave de Genève. Er war übrigens 22 Jahre lang Mitglied des Verwaltungsrats von La Cave, bevor er sich vor zwei Jahren zurückzog. Die Geschichte von La Cave de Genève kennt er bis ins Detail, sowohl die dunklen Zeiten als auch die Momente intensiver Freude, und er träumt davon, dass sie niemals in Vergessenheit gerät.
«Dank meinem Vater bin ich ausserordentlich offen für Neues.»
Beruflich ist dieser Winzer leidenschaftlich, mit ganzem Herzen dabei und im Einklang mit dem Weinberg; er beschreibt sich selbst als etwas zurückhaltend, aber stets offen für Veränderungen und Neues. Diese Aufgeschlossenheit verdankt er seinem Vater, der als Erster Mais, Erbsen oder auch Ackerbohnen in Genf eingeführt hat. Der Beweis? Sie waren die ersten Winzer, die den Chardonnay in Laconnex eingeführt haben. Und als Samuel seinen Weinberg umstellte und vom Anbau von Gamay und Chasselas auf hochwertige Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon umstieg, glaubte niemand wirklich daran. Dennoch gehört er heute zu den Lieferanten von Trauben höchster Qualität für «La Cave de Genève», aber auch für die Weine von Philippe Chevrier. Wie Sie sicher bemerkt haben: Samuel geht gerne Risiken ein.
Demütigkeit gegenüber den Pflanzen, ein Gespür für das Klima, den Boden und die Weinwirtschaft sind für ihn die wesentlichen Eigenschaften, die einen guten Winzer ausmachen.
Wie ein Walzer im Viervierteltakt…
Samuels Vater sagte ihm immer – fast schon poetisch –, dass die Arbeit im Weinberg von vier ganz unterschiedlichen Jahreszeiten geprägt sei. Die Zeit der Träume, der Winter, in der der Winzer die Möglichkeit hat, nachzudenken und zu planen. Die Zeit der Hoffnung, der Frühling, wenn man beobachten kann, wie die ersten Knospen ihre Spitzen hervorstrecken. Der Sommer, die Zeit der Arbeit, in der man den Weinberg im Griff haben muss. Und schliesslich die Zeit der Belohnung, wenn die Lese beginnt.
Samuels Sohn hat die Philosophie seines Vaters und seines Grossvaters geerbt, was sich in diesem schönen Zitat widerspiegelt: «Der Weinberg ist eine anspruchsvolle Geliebte, er liebt die Zärtlichkeit und den Schatten des Winzermeisters.»
Samuels Favoriten
La Cave de Genève beschreibt er als eine Familie, als das Kind von 50 Winzerfamilien, aber auch als echte Hoffnung für deren Söhne und Töchter. Für ihn steht fest: Es ist der Cabernet Franc von La Cave, der sein Herz höher schlagen lässt. Was den Weisswein angeht, verrät er uns, dass er den Premier Cru «La Feuillée» schätzt, einen erfrischenden und typischen Chasselas, den er zusammen mit seinem Freund Georges Thévenoz und dessen Sohn, beides Winzer in Soral, produziert.